Wie soll das Baby heißen, das hier geboren werden soll? 
Der Name "CURA ANIMARUM" stand schnell fest.

Doch wie sollte die Zeitschrift gekennzeichnet werden?  "Fachzeitschrift"?  "Christlich"?  "Forschungsorientiert?" "Empirisch?" Viele Begriffe sind zwischen den Herausgebern und Mitgliedern des Beirates diskutiert worden.  Das Endergebnis lautet (zur Zeit - Änderungen sind sicherlich möglich):

Zeitschrift für evidenzbasierte Seelsorge und Lebensberatung

Das scheint mir ein passender Titel zu sein. Kurz und doch hinreichend deskriptiv. 

Zeitschrift meint natürlich Fachzeitschrift, also eine Sammlung wissenschaftlicher Aufsätze, die einem Peer-Review unterliegen.

Evidenzbasiert reduziert die Beiträge nicht auf ausschließlich empirische Beiträge, obwohl dort der Schwerpunkt liegen soll.

Seelsorge wird hier als eine vor allem theologisch reflektierte Disziplin verstanden.

Lebensberatung reicht in den säkularen Bereich hinein und speist sich vor allem aus sozialwissenschaftlichen Einsichten

 

Auf den Begriff "Psychotherapie" konnten wir getrost verzichten, denn der Begriff ist längst enthalten... Übersetzt man den alten lateinischen Kirchenterminus "cura animarum" zurück in die griechische Sprache, so ergibt dies exakt "Psychotherapie".  Es geht darum, die Seele zu heilen - oder theologisch korrekter ausgedrückt: die Seele heil werden zu lassen.  Allerdings möchten wir dabei den Streitigkeiten rund um den modernen Psychotherapiebegriff aus dem Weg gehen. Es geht also nicht zwangsläufig und automatisch um die staatlich regulierte und manchen Kollegen und vom Gesetzgeber sehr exklusiv verstandene Ausübung der Heilkunde, sondern um die Beschreibung und Erreichung eines Zieles - einem heilen Menschen.